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10 2010
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„Das war sehr verletzend“ 31.10.2010

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Walsrode. Astrid Grotelüschen ist in ihrem Element. Niedersachsens CDU-Agrarministerin verteilt Kräuterquark an die Kinder und leckt sich die Reste vom Finger. „Mmmh, lecker, habt ihr auch schon probiert?“ Angelina, Patrick und die anderen Erstklässler strahlen. Beim Besuch der Markt-Schule in Walsrode geht es um gesundes Essen. Die neuen Attacken wegen angeblicher Puten-Quälereien sind da weit weg.

http://www.hna.de/nachrichten/niedersachsen/das-sehr-verletzend-985418.html

KOMMENTAR : Verstehe das Wort "angebliche" Tierquälerei in dem Artikel nicht ganz. Eindeutige Tierquälerei wäre da wohl die richtige Wortwahl. Denn es handelt sich hier um eine Qualzucht, die Frau Grotelüschen mit ihrem Mann züchtet. Diese Tiere sind nach nur 35 Tagen schlachtreif. Sie haben dann ein Schlachtgewicht von 2kg. Aber das lastet auf einem Kükenskelett - mit dem Kreislauf, der Lunge und allen weiteren Organen eines Kükens. Die Tiere nehmen viel zu schnell an Gewicht zu. Knochen und Gelenke halten das nicht aus. So sind die Gelenke schmerzhaft deformiert. Die Küken haben einen 35-tägigen Leidensweg. Das ist eindeutige Tierquälerei!

Kinder sind unbestechlich 30.10.2010

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Kinder an die Macht, singt Herbert Grönemeyer und ein Stück weit hat er ja recht. Kinder sind unbestechlich, Kinder sehen, was gut und böse ist, Kinder nehmen ganz genau wahr, wie wir Erwachsenen unsere Umwelt zerstören, wie wir mit Tieren umgehen, die doch eigentlich Geschöpfe Gottes sein sollen, in Wirklichkeit aber ausgebeutet und geschunden werden des Geldes wegen.

In der ganzen Hähnchenmast-Diskussion um Geruchs- und Lärmbelästigung, um Produktion und Existenzsicherung sollten uns diese zwei Sätze aus dem Leserbrief der 7. Klasse der Realschule Maria Stern besonders beschämen: „Wir Jugendlichen fragen uns, in was für einer Welt wir aufwachsen. Menschen, die dies gutheißen, Politiker, die so etwas genehmigen, können uns niemals Vorbilder sein, sondern werden für uns immer abschreckende Beispiele dafür bleiben, wozu lieblose und gefühlskalte Menschen fähig sind.“

Zentrale Lage im Erzeugerland 29.10.2010

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Sögel. Mit einem umfassenden Erweiterungs- und Modernisierungs- programm hat der Schlachthof Weidemark in Sögel seine Marktposition nachhaltig gefestigt.

Rund 25 Millionen Euro investierte das Fleischwarenunternehmen, das zur Tönnies-Gruppe mit Stammsitz in Rheda-Wiedenbrück gehört, in den vergangenen vier Jahren in den Ausbau des Standorts. Weitere Schritte zur Erhöhung der Schlachtzahl von derzeit 2,3 Millionen Schweinen pro Jahr sollen folgen, kündigt Weidemark-Geschäftsführer Joachim Timmermann zusätzliche Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe an.

Verband: Vegane Lebensweise im Aufwärtstrend 29.10.2010

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Hannover/Gießen (dpa/lsw) - Immer mehr Menschen in Baden- Württemberg setzen auf pflanzliche Ernährung und entscheiden sich zu einer veganen Lebensweise. Das geht aus Schätzungen des Vegetarierbunds in Deutschland (VEBU) und Erkenntnissen von Ernährungswissenschaftlern hervor. «Wir gehen davon aus, dass die Zahl der Veganer jährlich um rund zehn Prozent wächst», sagte Sebastian Zösch von Vegetarierbund. Der Verein geht von etwa 80.000 Menschen aus, die sich in Baden-Württemberg vegan ernähren, bundesweit seien es rund 600.000. Diese Menschen verzichten nicht nur auf Fleisch und Fisch wie Vegetarier, sondern auch auf alle tierischen Produkte wie Milch und Honig, Joghurt oder Käse. Veganer werben am 1. November mit einem «WeltVeganTag» für ihre Lebensweise.

Rat sieht Papier skeptisch 29.10.2010

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Gronau - Der Leitgedanke klingt nach Harmonie: „Region in der Balance“ ist der Titel einer Absichtserklärung, die die Städte und Gemeinden des Kreises mit der Landwirtschaft abschließen wollen. Das Ziel: Konflikte zwischen wachsender Intensivtierhaltung in der Landwirtschaft und der städtebaulichen Entwicklung der Städte und Gemeinden auf freiwilliger Basis zu lösen oder zumindest abzufedern. Die Bürgermeister des Kreises haben sich darauf verständigt, diese Strategie gemeinsam zu verfolgen und eine von allen Kommunen mitgetragene Absichtserklärung zu formulieren.

1400 Stimmen gegen den Schweinestall 29.10.2010

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Innerhalb kürzester Zeit hat sich im Namen von Landschafts- und Umweltschutz eine Bürgerinitiative im Bereich der Gemeinden Steinbergkirche und Steinberg formiert. Vor gut einem Monat hat diese nicht nur gegen ein Ferkelaufzucht-Vorhaben mit 4480 Tieren in Gintoft demonstriert (wir berichteten), sondern auch eine Unterschriften-Aktion auf den Weg gebracht. 1397 Bürger aus den beiden Gemeinden und darüber hinaus sowie Herbsturlauber haben sich auf den Listen eingetragen unter dem Motto: "Bauernhöfe ja, Agrarfabriken nein."

Massentierhaltungsanlagen 29.10.2010

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Zur Antwort der parlamentarischen Staatssekretärin Annette Widmann-Mauz (CDU) auf eine mündliche Frage zur Ausbreitung des gegen viele Antibiotika resistente MRSA-Bakteriums (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus) erklärt Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik: Die Bundesregierung teilt die Einschätzung des Robert-Koch-Instituts (RKI), dass sich das MRSA-Bakterium unter den Bedingungen von Massentierhaltung deutlich stärker ausbreitet, als bei artgerechter Haltung. Das bestätigte uns Frau Widmann-Mauz in ihrer Antwort. Wir teilen diese Einschätzung der Bundesregierung ausdrücklich.

„Der Weg zurück steht nicht zur Wahl“ 29.10.2010

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Frauenpower pur in Spohle: Ilse Tietjen (vorn links), gut 450 Landfrauen aus dem Ammerland und dem südlichen Friesland und zahlreiche Gäste wie etwa Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Astrid Grotelüschen (vorn, 2. von links) gaben die Parole aus: Landfrauen bewegen etwas.

„Verschärfung der Auflagen nachvollziehbar“ 29.10.2010

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Twist. Die negativen Begleiterscheinungen großer Mastställe, wie Staub- und Geruchsemissionen, sind im Emsland ein viel diskutiertes Thema. Abhilfe versprechen Biofilter: Magdalena und Anton Hartmann aus dem ostwestfälischen Lichtenau haben bereits eine Reihe landwirtschaftlicher Betriebe in Niedersachsen mit dieser Technik ausgestattet, darunter eine Hähnchenmastanlage in Twist. Diesem Betrieb stattete der niedersächsische Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) gestern einen Besuch ab.

Grüne sind gegen neue Biogasanlagen im Kreis 29.10.2010

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Forderungskatalog an den Landkreis

Landkreis (jul). In das Thema Biogasanlagen im Landkreis Oldenburg stecken derzeit Politiker in den Gemeinden und im Landkreis viel Energie. Die Grünen begrüßen die Gewinnung von Energie aus nachwachsenden Rohstoffen, sehen aber auch die „gravierenden negativen Auswirkungen eines ungesteuerten Booms von kleineren und größeren Anlagen im Landkreis“. Birte Wachtendorf von der Kreisgeschäftsstelle sagt: „Unter den gegebenen Rahmenbedingungen sprechen sich die Mitglieder von B’90/Die Grünen im Landkreis Oldenburg daher gegen weitere Biogasanlagen aus.“

Zuerst müssten jetzt wichtige Rahmenbedingungen erarbeitet werden. Der Kreisverband der Grünen fordert die Aufhebung der Privilegierung im landwirtschaftlichen Bereich (Massentierhaltung, Biogasanlagen). Zudem müsse die Sicherung der natürlichen Ressourcen Boden und (Grund-)Wasser gewährleistet sein. Der Landkreis wird aufgefordert, ein Klima- und Energiepolitisches Konzept zu erarbeiten, das den Rahmen für weiteres Handeln darstellen muss. Der Landkreis wird zudem aufgefordert, ein Konzept zum Flächenmanagement zusammen mit den Gemeinden auf den Weg zu bringen. Darüber hinaus soll der Landkreis, so die Forderung der Grünen, ein funktionsfähiges Kontrollsystem aufbauen.

„Im Moment werden Anträge auf Neubau oder Erweiterung von Biogasanlagen eher als Einzelanträge bewertet und auf dieser Grundlage genehmigt oder abgelehnt“, sagt Wachtendorf. „Wir brauchen daher dringend einen Handlungsrahmen, der, über die Gemeindegrenzen hinweg, die klima- und energiepolitischen Ziele des Landkreises vorgibt und Grundlage für Entscheidungen für oder gegen weitere Anlagen etwa von Biogasanlagen oder Massentierhaltungsanlagen sein muss.

Putenmast-Skandal: CDU fordert Entschuldigung bei Grotelüschen 29.10.2010

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Nach Einstellung der staatsanwaltlichen Vorermittlungen gegen Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Astrid Grotelüschen (CDU) wegen Verstrickung in Tierquälerei-Vorfälle hat die CDU-Landtagsfraktion von der Opposition eine Entschuldigung gefordert.

Emsländer gegen Massentierhaltung 28.10.2010

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mweltschützer planen im Emsland ein Aktionsbündnis gegen Massentierhaltung. Die Zahl der Hähnchenmastanlagen im Emsland übersteige das für Mensch und Umwelt verträgliche Maß, sagte eine Regionalsprecherin des Naturschutzbundes NABU in Meppen. Der NABU will das Bündnis gemeinsam mit dem Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) und Bürgerinitiativen am kommenden Montag in Surwold gründen. Im Landkreis Emsland gibt es nach Kreisangaben derzeit mehr als 32 Millionen Mastplätze für Geflügel.

Backhaus sieht Potenzial bei Schweinemast im Nordosten 28.10.2010

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Güstrow (dapd-lmv). Agrarminister Till Backhaus (SPD) hat die Bedeutung der Schweinemast für die Wirtschaft des Landes betont. In Mecklenburg-Vorpommern betrage der Besatz mit Schweinen pro Hektar nur etwa ein Drittel des Bundesdurchschnitts, sagte Backhaus am Donnerstag anlässlich des Schweinetages der Landwirtschaftlichen Beratungsgesellschaft LMS in Güstrow. “Vor diesem Hintergrund muss eine sachliche Diskussion zu den geplanten Tierhaltungsanlagen geführt werden”, forderte Backhaus. Durch die Nutzung des angebauten Getreides für die Mast könne sich der Umsatzerlös pro Hektar verdreifachen, und es könnten Arbeitsplätze geschaffen werden.

Landwirtschaft und Hunger 28.10.2010

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Über eine Milliarde Menschen leiden an Hunger, mehr als jemals zuvor. Gleichzeitig ist auch die Zahl der Fettleibigen auf über eine Milliarde gestiegen.

Verstärkter Einsatz von Antibiotika in der Hühnermast 28.10.2010

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 Laut einem Bericht des Niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums* ist der Einsatz von Antibiotika in der Hühnchenmast stark angestiegen. Vor zehn Jahren wurden im Schnitt noch 1,7 Behandlungen pro Mastdurchgang angewendet, heute sind es 2,3 Behandlungen.

Prognosen von Veterinär Medizinern*** gehen sogar noch von höheren Dosen aus. Man schätzt, das bundesweit bis zu 6 Behandlungen angewendet werden. Was bei einer Lebenerwartung von 32 Tagen pro Huhn bedeutet, das diese 2/3 ihres kurzen Lebens mit Antibiotika behandelt werden. Und dies, wo eine medikamentöse Behandlung nur bei kranken Tieren gestattet ist. Aber es ist üblich geworden, bei einem Krankheitsfall gleich allen Tieren Antibiotika zu verabreichen

Muss ich aufhören, Thunfisch zu essen? 28.10.2010

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Bio oder Fair Trade? Handwerk oder Siegel? In der Serie "Gewissensbisse" erläutert Theresa Bäuerlein Grundfragen des Essens. In der neuen Folge: Kann man überhaupt noch Thunfisch essen?

Ermittlungen gegen Grotelüschen sollen wieder aufgenommen werden 28.10.2010

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Die Strafanzeige gegen Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Astrid Grotelüschen (CDU) wurde fallen gelassen, wie die Staatsanwaltschaft Oldenburg am 11. Oktober bekannt gab. Jetzt legt die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. Beschwerde gegen den Einstellungsbescheid ein. Auch wenn Grotelüschen nicht die Inhaberin der angeschuldigten Putenmastbetriebe ist – die Ministerin unterstütze die tierquälerische Massentierhaltung sowie die Qualzucht von Puten und sei damit für das Leiden der Tiere mitverantwortlich.

Bis zu 97 Prozent der Putenrasse B.U.T. 6. können am Ende der fünf Monate Mastdauer nicht mehr richtig stehen oder laufen, so PETA in Berufung auf den Tierschutz-Kommentar. Qualzuchten verstoßen gegen das Tierschutzgesetz, wenn auch nur als Ordnungswidrigkeit. Außerdem ist Grotelüschens Mastküken-Brüterei Ahlhorn ebenso wie die drei der Tierquälerei angeschuldigten Putenmastbetriebe Mitglied der Erzeugergemeinschaft Mecklenburg-Vorpommern und der Ahlhorner Putenerzeugergemeinschaft, an der Grotelüschen‘s Familie wesentliche Anteile hält.

„Uns geht es nicht um diese drei Einzelfälle. Wir wollen zeigen, dass die Missstände in der Putenmast systemimmanent sind. So wie in Mecklenburg und Niedersachsen sieht es in allen deutschen Putenställen zum Ende der Mastperiode aus“, sagt der wissenschaftliche Berater von PETA, Dr. Edmund Haferbeck. PETA hatte mehrere Strafanzeigen gegen Astrid und Garlich Grotelüschen, sowie gegen die Inhaber der Putenmastbetriebe wegen Tierquälerei gestellt. Als Beweis legte die Organisation Videomaterial aus einer Undercover-Recherche vor. Die auch in „Report Mainz“ und „BRISANT“ gezeigten Bilder zeigen sterbende und tote Puten aus drei Mastbetrieben aus Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen, die Küken von der Mastküken-Brüterei Ahlhorn beziehen.

Aktenzeichen: NZS 600 Js 51455/10 StA Oldenburg

Bürger machen mobil – Angst vor Gestank und Lärm 30.10.2010

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Eine klare Absage erteilten Bürger aus der Gemeinde Hohenberg-Krusemark am Donnerstagabend in Hindenburg dem Bau einer Hähnchenmastanlage zwischen Klein Ellingen und Schwarzholz. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass das Projekt stirbt.

Keine Ermittlung gegen Grotelüschen 28.10.2010

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Erleichtert: Ministerin Astrid Grotelüschen widmete sich nach dem Bekanntwerden des Ergebnisses auf der Tagung wieder den Sachthemen

KOMMENTAR: Ich habe von der Politik und der Staatsanwaltschaft nichts anderes erwartet.
Tiere haben keine Lobby! Sie dürfen gequält, ausgebeutet, eingesperrt, verstümmelt, überzüchtet und ermordet werden OHNE jegliche Konsequenz!

Frau Astrid Grotelüschen hat kein Rückrad, sie ist die ungeliebte Putenministerin, deren Heuchelei nicht über die Qualzucht, die sie und ihr Mann betreiben, hinwegtäuschen kann.

http://www.ov-online.de/content/view/362374/

SPD und NABU gegen weitere Massentierhaltung 28.10.2010

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Baccum. Den sofortigen Baustopp von Ställen für Massentierhaltung haben der stellvertretende Vorsitzende des Naturschutzbundes Niedersachsen (NABU), Uwe Baumert, und Baccums SPD-Vorsitzender Reinhold Hoffmann gefordert. Außerdem lehnen sie weitere Biogasanlagen ab.

Baumart hatte im April an einer öffentlichen Veranstaltung in Baccum zum Thema Bioenergie teilgenommen. In der jetzt verbreiteten gemeinsamen Presseerklärung heißt es weiter. „Offenbar erkennen jetzt auch die Landesregierung und die emsländischen CDU Fehlentwicklungen beim Wildwuchs von Biogasanlagen und der Massentierhaltung. So viel Übereinstimmung macht Mut und freut uns. Den öffentlichen Erklärungen muss jetzt aber auch konkretes Handeln für den Erhalt einer intakten bäuerlichen Landwirtschaft folgen.“

Gegen Hühnerställe formiert sich Protest 28.10.2010

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Harpstedt - „Kein Vechta, Cloppenburg oder Lohne in der Samtgemeinde“: Unter der Überschrift wehrt sich die neu gegründete Bürgerinitiative (BI) Köhren-Harpstedt gegen industrielle Geflügelhaltung und sammelt seit zwei Wochen Unterschriften gegen ei-ne geplante Legehennenbruteier-Stallanlage in Groß Köhren. Wie berichtet, plant dort die Sander GmbH in der Nähe der Reitanlage zwei Ställe für je 19 800 Elterntiere. Der Bauantrag für das privilegierte Bauvorhaben ist gestellt, wie jüngst im Beckelner Gemeinderat berichtet wurde. Rund 250 Unterschriften gegen das Vorhaben sind laut BI-Vorsitzendem Niels Bolt bisher zusammengekommen; und die Aktion solle weiterlaufen.

Hühnerzucht mit schlimmen Folgen 27.10.2010

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Das weltweite Geschäft mit den Hühnern ist eine üble Sache. Zu Abertausenden auf engstem Raum eingesperrt, nimmt die Liste der “Berufskrankheiten” dieser auf Höchstleistungen gezüchteten Tiere kein Ende mehr: Eileiterentzündungen, Brustblasen, Beinschäden, Gelenkdeformationen, Knochenmarkentzündungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bauchwassersucht und Verfettung sind offenbar an der Tagesordnung.

Hirngespinste sentimentaler Tierfreunde? Nein. Die Angaben über die globale Hühner-Misere stammen aus der Branche selbst. Dass sie nur selten an die Öffentlichkeit gelangen, mag Gründe haben, kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass hier vieles im Argen liegt.

Landesweiter Genehmigungsstopp für Großmastanlagen? 27.10.2010

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Hamm - Das niedersächsische Agrarministerium hat einem Genehmigungsstopp für agrarindustrielle Großmastanlagen im Landkreis Emsland und einer verpflichtenden Vorlage von Brandschutz- und Keimverbreitungs-Gutachten verbal zugestimmt.

Dies nimmt die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) zum Anlass, die Landesregierung nun auch zur unverzüglichen Umsetzung dieser Regelungen in allen niedersächsischen Landkreisen aufzufordern. Demnach haben Investoren bei Großanlagen, die nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz geprüft werden, durch ein Brandschutz-Gutachten nachzuweisen, dass die Tiere im Brandfalle rechtzeitig aus den Ställen gerettet werden können. Der emsländische Landrat Hermann Bröring hatte die Genehmigung zahlreicher Großställe vorerst auf Eis gelegt, nachdem ein Anwalt der Bürgerinitiativen den Vorrang des Tierschutzes gegenüber dem Baurecht für Agrarfabriken in die Genehmigungs-Verfahren eingebracht hatte.

Umweltorganisationen lehnen Ausbau eines Gronauer Schweinehaltungsbetriebes ab 27.10.2010

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(Gronau, Bonn, 27.10.2010) Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) weist darauf hin, dass der Erörterungstermin zum Ausbau eines Schweinehaltungsbetriebs in Gronau, der am Donnerstag (28. Oktober) im Gronauer Rathaus stattfinden sollte, von der Genehmigungsbehörde (Kreis Borken) auf den 18. November verschoben worden ist.

Ein Gronauer Landwirt hatte im März die wesentliche Änderung einer Anlage zum Halten und zur Aufzucht von Sauen und Ferkeln mit den zugehörigen Nebeneinrichtungen in Gronau beantragt. Gegenstand des Antrages ist neben der Erweiterung und Umnutzung vorhandener Sauen- und Ferkelställe der Neubau weiterer Ställe für Sauen und Aufzuchtferkel, ein Güllehochbe­hälter, eine Maschinen- und Gerätehalle mitsamt den zugehörigen Nebeneinrichtungen und Futtersi­los.

In Nördlingen soll ein Hähnchenmastbetrieb entstehen 27.10.2010

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Die Gemeinde ist ein 1700-Seelen-Ort am Rande des Virngrundes und ein Teilort der Großen Kreisstadt Ellwangen – rund 35 Kilometer von Nördlingen entfernt. Auf den ersten Blick ein ganz normales Dorf auf dem flachen Land, das im großen Ostalbkreis nicht weiter auffällt. Eines ist jedoch durchaus auffällig: Die Kommune ist eine Hochburg für Hähnchenmast, weil ein Landwirt am Rande des Ortes eine große Mastfarm mit rund 70 000 Tieren betreibt.

Partner ist der Wiesenhof-Konzern, der die Hähnchen quasi frisch aus dem Ei geschlüpft in den Ostalbkreis transportiert, wo sie rund fünf Wochen gemästet werden, und sie dann wieder abholt und neue anliefert. Betreiber der Farm ist Josef W., nach eigenen Worten ein Experte in Sachen Hähnchenmast, weil er bereits seit 18 Jahren im Geschäft ist und dieses erfolgreich betreibt. Er berichtet von ähnlichen Erfahrungen, die jetzt Jörg Benninger in Schmähingen macht, der ebenfalls einen Mastbetrieb bauen will, über dessen Genehmigung der Bauausschuss des Nördlinger Stadtrates nun entscheiden muss....