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Bio-Legehennenhaltung im Fokus 27.10.2010

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Mit drastischen Bildern enthüllte FAKT, das Politmagazin des MDR, im Beitrag vom 25.10.2010 die schlechte Legehennenhaltung u.a. auch von biologisch gehaltenen Hühnern. „Die gezeigten Vorgänge sind leider in diesen industriell geführten Bio-Legehennenställen keine Einzelfälle“, so Walter Höhne von der Biohennen AG. Gründe für diese Missstände sind nach seiner Meinung die jahrzehntelange falsche Richtlinienarbeit. So schreibt die EU-Bio-Verordnung zwar vor, dass eine Herde in einem Stall nur 3000 Legehennen zählen darf, aber die aktuelle Auslegung lässt mehrere Ställe in einem Gebäude zu, so dass dann durchaus 30.000 Hennen unter einem Dach untergebracht werden können. Diese Art der Massentierhaltung führt zu sozialem Stress, mangelnder Betreuung und den im Film gezeigten Folgen: stark geschädigtes Federkleid und tote Hühner. Zusätzlich kann in diesen großen Einheiten meist keine vernünftige Auslaufhaltung betrieben werden, so dass die Hennen weit weniger Platz haben und weit seltener den Grünauslauf sehen, als nach der EU-Bio-Verordnung vorgegeben.

Massentierhaltung tierquälerisch und gesundheitsgefährdend 26.10.2010

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Schwerin/GNN/MVregio BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN reagieren mit deutlicher Kritik auf die aktuellen Veröffentlichungen, dass der Einsatz von Antibiotika in der Hähnchenmast gang und gäbe ist.

  
 

 

"Die riesigen Anlagen wie auch die geplante in Klein Daberkow sind Horte der Tierquälerei, und die regelmäßigen Antibiotikagaben in den Massenställen sind gesundheitsgefährdend", sagt Jürgen Suhr (Foto), Landesvorsitzender der Bündnisgrünen. Ein derart inflationärer Einsatz fördere zudem die Zunahme an Antibiotikaresistenzen. "Es kann nicht sein, dass immer größere Ställe gebaut werden, in denen die Tiere gequält und mit Antibiotika vollgepumpt werden. Das Fleisch, welches daraus entsteht, ist für die Verbraucher eine Zumutung." Die immensen Antibiotikamengen seien nicht in der Höhe notwendig, wenn die Stallgruppen verkleinert werden, so Suhr. "So würden weniger Tiere mit Krankheitserregern angesteckt und weniger Antibiotika würden gebraucht. Das zumindest wäre ein erster Schritt", führt der grüne Landesvorsitzende aus.

Hähnchen werden mit Antibiotika vollgepumpt 26.10.2010

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Deutsche Mäster injizieren vermehrt Medikamente. Resistenzgefahr bei Menschen steigt

Hannover. Ihre Lebenszeit beträgt nur wenige Wochen, und diese kurze Zeit müssen Hähnchen in der Massentierhaltung zusammengepfercht zu Zehntausenden auch noch auf engstem Raum verbringen - um dann geschlachtet zu werden. Und da sich unter solchen Bedingungen Infektionen eines Tieres in Windeseile ausbreiten können, wird bei geringsten Anzeichen gleich der ganze Stall mitbehandelt. Zum Einsatz kommen meist Antibiotika, die auch Menschen gegen Bakterien schützen sollen.

Lob für Initiative gegen Großmast 25.10.2010

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Hannover. Das Vorgehen des Landkreises Emsland gegen ausufernde Anträge auf Großmastanlagen zieht Kreise. Verstärkt wird eine Ausdehnung dieser Initiative auf ganz Niedersachsen gefordert; Unterstützung findet der Vorstoß auch im Regierungslager.

Im Emsland hatte sich die CDU betont kritisch zu agrarindustriellen Tendenzen geäußert. So gibt es in diesem Gebiet aktuell 230 Anträge auf neue Mastställe; zu den 32 Millionen Hähnchenmastplätzen sollen elf Millionen hinzukommen und zu den 1,5 Millionen Schweinemastplätzen weitere 64000.

Aktionsbündnis gegen Massentierhaltung geplant 25.10.2010

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Meppen. Umweltschützer planen im Emsland ein Aktionsbündnis gegen Massentierhaltung. Vor allem die Zahl der Hähnchenmastanlagen im Emsland übersteige das für Mensch und Umwelt verträgliche Maß, sagte eine Regionalsprecherin des Naturschutzbundes NABU am Mittwoch in Meppen.

Der NABU will das Bündnis gemeinsam mit dem Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) und Bürgerinitiativen am kommenden Montag (1. November) in Surwold gründen. Im Landkreis Emsland gibt es nach Kreisangaben derzeit mehr als 32 Millionen Mastplätze für Geflügel.

Massentierhaltung versus Tierschutz 25.10.2010

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98 Prozent des Fleisches, das wir tagtäglich essen, stammt aus Massentierhaltung. MDR INFO-Hörer Michael Höfler aus Dresden fragt, ob das nicht rechtswidrig ist. Denn: Laut dem Tierschutzgesetz dürfen auch Tieren nicht grundlos Leiden, Schmerzen oder Schäden zugefügt werden. Ine Dippmann ist der Sache auf den Grund gegangen.

Hähnchen bekommen häufiger Antibiotika 25.10.2010

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Niedersachsens Hähnchenmäster behandeln ihre Tiere häufiger mit Antibiotika. Eine Gefahr für die Verbraucher sieht das Agrarministerium aber nicht. Die Grünen im Niedersächsischen Landtag bezeichneten die Zahlen derweil als Skandal. „Die Antibiotika lagern sich im Fleisch ab und können dazu führen, dass diese beim Menschen nicht mehr wirken“, sagte der Agrarexperte der Fraktion, Christian Meyer.

Seit Jahren steigt der Appetit auf Hähnchenfleisch. Die Konsequenz sind riesige Ställe, schnellwachsende Superrassen - und offenbar mehr Antibiotika. Die Mäster in Niedersachsen, mit 50 Millionen Tieren Deutschlands größter Hähnchenproduzent, setzen einem Bericht von NDR Info zufolge häufiger diese Medikamente ein. Eine Gefahr für die Verbraucher besteht dem Agrarministerium in Hannover zufolge aber nicht.

Masthähnchen ohne Antibiotika nicht überlebensfähig 25.10.2010

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In der konventionellen Hähnchenhaltung setzen Mäster einem Medienbericht zufolge immer mehr Antibiotika ein.

Nach Angaben des niedersächsischen Landwirtschaftministeriums wurden vor zehn Jahren im Schnitt 1,7 Behandlungen pro Mastdurchgang angewendet, heute sind es etwa 2,3 Behandlungen. Die Leiterin der Abteilung Verbraucherschutz und Tiergesundheit, Heidemarie Helmsmüller, sagte NDR Info, dass in der Massentierhaltung der Einsatz von Antibiotika die Regel sei. Ohne Einsatz der Mittel schafften es die Hühner in großen Ställen häufig nicht, bis zum Ende ihrer Mastzeit zu überleben.

Nabu will Einschränkungen für Massentierhaltung 25.10.2010

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Hannover (dpa/lni) - Der Naturschutzbund Nabu in Niedersachsen verlangt von der Landesregierung Einschränkungen beim weiteren Ausbau der Massentierhaltung und der Errichtung von Biogasanlagen. Land und Kreise sollten ihre Planungskompetenz nutzen, um Bauprojekte auf bestimmte Bereiche zu konzentrieren, sagte Nabu-Experte Uwe Baumert am Montag. Inzwischen sei bei der Regierung bereits ein gewisses Umdenken erkennbar. Bei Biogasanlagen habe das Land kürzlich darauf verwiesen, dass die Kreise den Kommunen mit Hilfe der Regionalplanung Vorgaben machen könnten. «Wir müssen in größeren Regionen denken», meinte Baumert.

ARD-Themenwoche: Beckmannsche Aufklärung 25.10.2010

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Reinhold Beckmann klärte am Montagabend zum Thema Essen auf.

Zu einem gepflegten Fernsehabend gehört auch hin und wieder eine Tüte Chips, ein Butterbrot mit Schinken oder auch eine Gemüsepfanne aus dem Tiefkühlregal. Aber fast niemand weiß, was er da genau auf dem Teller hat und isst: Ob Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe, E-Nummern und Glutamate – wir alle kennen die ominösen Bezeichnungen für das, was unser tägliches Essen heutzutage beinhaltet. Doch was bedeuten diese wirklich? Seit Samstag präsentiert die ARD eine Themenwoche unter dem Banner „Essen ist Leben“. Am Montagabend moderierte Reinhold Beckmann zur besten Sendezeit um 20.15 Uhr im Ersten eine Spezialsendung, die mehrere Probleme des Lebensmittelsystems ansprach.

Unhaltbare Zustände in Hühnerställen 25.10.2010

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Seit Anfang 2010 ist in Deutschland die konventionelle Käfighaltung von Legehennen aus Gründen des Tierschutzes verboten. In Supermärkten und Discountern gibt es deshalb kaum noch Eier aus Legebatterien. Verbraucher können jetzt meist zwischen Eiern aus Boden-, Freiland- oder Biohaltung wählen. Doch auch dort gibt es offenbar nicht überall glückliche Hühner. Aufnahmen, die FAKT zeigt, belegen Probleme mit der artgerechten Haltung.

Aufgedeckt 25.10.2010

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Alternative Legehennenhaltung – eine Alternative?

25.10.2010: Das ARD Politmagazin FAKT berichtete heute über die Zustände in der alternativen Legehennenhaltung. Das Filmmaterial aus Bodenhaltung, Freiland- und BIO-Ställen liegt dem Verein "die Tierfreunde e.V." vor und wurde der ARD für den Beitrag zur Verfügung gestellt.

Turbohühner picken Pillen 25.10.2010

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Obwohl Antibiotika bei Hühnern nur im Krankheitsfall verabreicht werden dürfen, steigt ihr Umsatz - vor allem in Niedersachsen. Die Politik fordert jetzt Aufklärung.

Mehr Hühner auf einem Raum, schnellere Mastdurchgänge - die Folgen der Turbomast lassen sich jetzt beziffern. Die Tiere werden öfter krank, die Vergabe von Antibiotika steigt. Doch schärfere Kontrollen sind nicht in Sicht.

Wurden die Hühner eines Mastdurchgangs vor zehn Jahren etwa 1,7 Mal mit Antibiotika behandelt, seien es heute 2,3 Behandlungen, bestätigte das niedersächsische Landwirtschaftsministerium NDR Info.

Das Antibiotika-Hähnchen 25.10.2010

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Der Einsatz von Antibiotika in der Geflügel-Massentierhaltung nimmt nicht ab, sondern steigt. Dadurch wächst auch das Risiko, dass Mittel gegen Krankheitserreger wie Salmonellen bei Menschen nicht mehr wirken.

In der konventionellen Hähnchenhaltung setzen Mäster offenbar immer mehr Antibiotika ein - obwohl dadurch das Risikos wächst, dass die Medikamente in Zukunft gegen bestimmte Krankheitserreger nicht mehr helfen. Denn je mehr Antibiotika verwendet werden, umso größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass die Bakterien eine Resistenz gegen die Mittel entwickeln.

Schweinemarkt: Wir hängen am Export 22.10.2010

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Wer vor einiger Zeit behauptet hätte, dass Deutschland einmal 59 Mio. Schweine im Jahr schlachtet, den hätte man sicher belächelt, schreibt Fred Schnippe von der Fachzeitschrift „Schweinezucht und Schweinemast SUS“ in einem aktuellen Kommentar. Doch Ende des Jahres werde diese Zahl Realität. Und der Boom geht weiter. Allein die Schlachthöfe im Nordwesten wollen kurzfristig zusätzliche Kapazitäten für mehr als 110 000 Schlachtungen pro Woche schaffen!

Und weiter heißt es wörtlich: „Hiesige Mäster haben kräftig investiert und vom Wachstum im Schlachtsektor profitiert. Denn unsere Erzeugerpreise sind meist höher als die unserer Nachbarn. Es wundert nicht, dass die Holländer und Dänen bis zu 100 000 Schlachtschweine pro Woche zu uns exportieren. Deutschland wird so immer mehr zur Drehscheibe im europäischen Fleischgeschäft.

Bürger kämpfen gegen Mastanlagen 22.10.2010

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Überall, wo Mastställe geplant sind, formiert sich Widerstand. Betroffene und Politiker erzählen, warum sie Massentierhaltung nicht dulden wollen.

FDP im Erzgebirge kämpft für gesunde Weihnachtsgänse 22.10.2010

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Annaberg-Buchholz (dpa/sn) - Gut zwei Monate vor dem Fest startet die FDP im Weihnachtsland Erzgebirge eine bundesweite Unterschriftensammlung für die Kennzeichnung von Stopfleber- Lebensmitteln. «Die Verbraucher müssen erfahren können, ob ihre Weihnachtsgans normal gehalten wurde oder gelitten hat», sagte der FDP-Kreisvorsitzende Tino Günther der Nachrichtenagentur dpa in Annaberg-Buchholz. Zwar sei das Mästen von Gänsen und Enten durch Zwangsfütterung in Deutschland als Tierquälerei verboten. Über ausländische Importe gelangten solche Lebensmittel und Produkte jedoch auch in deutsche Läden, ohne dass dies erkennbar sei, hieß es.

Kreis verlangt Keimgutachten 22.10.2010

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tb Meppen. Der Neubau großer Mastställe wird im Landkreis Emsland schwieriger. Ab sofort verlangt die Kreisverwaltung ein sogenanntes Keimgutachten.

Landrat Hermann Bröring teilte gestern mit, im Sinne des vorbeugenden Gesundheitsschutzes müsse die Kreisverwaltung tätig werden. Möglich gemacht habe dies der Entwurf der Richtlinie 4250 des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI), der seit Ende 2009 vorliege. Das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen habe 2010 in zwei Urteilen zum Stallbau ausdrücklich auf die VDI-Richtlinie 4250 verwiesen und die zuständige Behörde aufgefordert, Vorsorge zu betreiben. Dies wolle man im Emsland nun umsetzen.

Schweinemastanlage in Hiddenhausen darf zunächst weitergebaut werden 22.10.2010

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Minden/Hiddenhausen (dapd-nrw). Der Bau einer Mastanlage für 1.200 Schweine in Hiddenhausen (Kreis Herford) darf fortgesetzt werden. Dies entschied die 1. Kammer des Verwaltungsgerichts Minden in einem am Freitag bekanntgegebenen Beschluss. Das Gericht lehnte damit einen Eilantrag eines Nachbarn gegen die Mastanlage ab.

SPD und NABU gegen weitere Massentierhaltung 21.10.2010

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Baccum. Den sofortigen Baustopp von Ställen für Massentierhaltung haben der stellvertretende Vorsitzende des Naturschutzbundes Niedersachsen (NABU), Uwe Baumert, und Baccums SPD-Vorsitzender Reinhold Hoffmann gefordert. Außerdem lehnen sie weitere Biogasanlagen ab.

Baumart hatte im April an einer öffentlichen Veranstaltung in Baccum zum Thema Bioenergie teilgenommen. In der jetzt verbreiteten gemeinsamen Presseerklärung heißt es weiter. „Offenbar erkennen jetzt auch die Landesregierung und die emsländischen CDU Fehlentwicklungen beim Wildwuchs von Biogasanlagen und der Massentierhaltung. So viel Übereinstimmung macht Mut und freut uns. Den öffentlichen Erklärungen muss jetzt aber auch konkretes Handeln für den Erhalt einer intakten bäuerlichen Landwirtschaft folgen.“

Zahl neuer Mastplätze steigt massiv 21.10.2010

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Kreis Steinfurt - Nach den Masthähnchen jetzt die Mastschweine? Die Zahl neuer Ställe und weiterer Plätze soll im Kreis Steinfurt massiv steigen. Waren es im gesamten Jahr 2010 noch 60 Anträge für solche Bauvorhaben, so sind es bis Ende September dieses Jahres bereits 70, die nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz genehmigt werden sollen, weil jeweils mehr als 1500 Plätze geplant sind. Diese Zahlen bestätigte Dr. Horst Kiepe, Geschäftsführer der Kreisstelle der Landwirtschaftskammer. Die Bestandsgröße bei Schweinen sei in den letzten Jahren von durchschnittlich 400 auf über 600 Plätze gestiegen.

Ärger auf dem Hühnerhof 20.10.2010

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BAASDORF/MZ. Ralf Renker liebt Hühner. Er züchtet Rassegeflügel und ist Preisrichter in Sachsen-Anhalt. Mit dem Federvieh kennt sich der Mann aus Riesdorf bei Köthen (Kreis Anhalt-Bitterfeld) aus. Dennoch - oder gerade deswegen - wehren er und viele andere Riesdorfer sich gegen den geplanten Bau einer großen Geflügelfarm in der Nachbarschaft. "Wir werden der Hühnerstall Sachsen-Anhalts", befürchtet Renker. Die negativen Folgen für Mensch und Tier würden nicht beachtet.

Der Protest richtet sich gegen die Anlagen des Agrar-Unternehmens Wimex, das insgesamt neun Geflügelfarmen in der Region erweitern oder neu bauen will. Wimex gehört in Europa zu den Hauptproduzenten von Bruteiern. Die 1985 in Bayern gegründete Firma ist seit Anfang der 90er Jahre in der Region Köthen aktiv und hat dort auch in Baasdorf ihren Sitz. In atemberaubendem Tempo haben die beiden Gründer Gerhard und Ulrich Wagner mittlerweile rund 100 Geflügelfarmen aufgebaut, ein Großteil davon in Sachsen-Anhalt. Rund 300 Millionen Bruteier verkauft Wimex pro Jahr.

Die Anlagen von Wimex - wie in Kleinpaschleben - sind mehr oder minder abgeschirmt. Von außen ist nur ein leises Surren der Lüftungsventilatoren zu hören. Selbst wenn man nur wenige Schritte entfernt von der großen, weißen Halle der Geflügelfarm steht, gibt es kaum Hinweise, dass im Inneren 35 000 Hühner leben. Kein Dreck, kein Geruch, kein Lärm. Durch ein Fenster ist ein Einblick möglich. Es handelt sich um eine sogenannte Elterntiere-Anlage. Die Tiere kommen dabei als Küken in die Farm. Aus gelben Trögen wird dort automatisch Futter verteilt.

Hühnerstall-Streit: Hennenberg wehrt sich 20.10.2010

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Dönberg: Der Bauherr der Groß-Anlage am Fettenberger Weg wehrt sich gegen Vorwürfe, seine Hennen seien illegal eingestallt worden.

Wuppertal. Richard Hennenberg klingt genervt: „Ich hoffe, dass das Thema nun endlich durch ist – jetzt, da die Hennen im Stall sind.“ 14600 Tiere sind es, sagt der Bauherr des umstrittenen Groß-Hühnerstalls am Fettenberger Weg, eines mehr als 100 Meter langen, 24 Meter breiten und bis zu sechs Meter hohen Baus. Seit dem Frühjahr wird das Projekt an der Stadtgrenze zu Velbert realisiert.

Bürgerverein: Protest gegen den Bau im Grünen

Sehr zum Missfallen etlicher Anwohner, von denen sich einige im Bürgerverein Naturlandschaftschutz Deilbachtal organisiert haben. Sie protestieren gegen die Art des Betriebs, vor allem aber gegen den ihrer Ansicht nach irreparablen Eingriff in ein Naherholungsgebiet. Die ehemals landwirtschaftlich genutzte Fläche befindet sich im Landschaftsschutz. Dass Richard Hennenberg dort überhaupt bauen darf, liegt an einer rechtlichen Besonderheit: Der Unternehmer ist Landwirt in Neviges, und damit baurechtlich privilegiert.

Protest gegen Massentierhaltung verstummt nicht 19.10.2010

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GALLIN/KARBOW-VIETLÜBBE - Protest regt sich nicht nur gegen das gänzlich neue, in obigem Artikel beschriebene Vorhaben, sondern auch dagegen, die bereits bestehende Hähnchenmastanlage auf insgesamt 131 000 Tiere zu erweitern. Sie liegt nur etwa zwei Kilometer von dem neu ins Auge gefassten Standort entfernt. Das Verfahren läuft seit August 2009, eine Genehmigung gibt es noch nicht.

Mastanlage für 300 000 Hähnchen 19.10.2010

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GALLIN/LÜBZ - Rund 900 Meter östlich von Gallin sollen an der Bahnstrecke sechs Ställe für insgesamt 300 000 Masthähnchen entstehen. In das Vorhaben möchte die "Landgut Gallin UG + Co. KG" zwischen 3,5 und vier Millionen Euro investieren. Nach ihren Vorstellungen soll der Bau bereits 2011 beginnen. Über die Genehmigung entscheiden wird das Amt für Raumordnung und Landesplanung Westmecklenburg, das unlängst zur Anlaufberatung ins Amt Eldenburg Lübz eingeladen hatte. Dabei vertreten waren unter anderem Nachbargemeinden wie zum Beispiel Passow und Lübz, die Ämter Goldberg-Mildenitz und Plau am See, das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umweltschutz (StALU, früher StAUN), der Bauernverband, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die gegen das Vorhaben kämpfende Bürgerinitiative.
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