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Schweinemaststall gilt als „Affront“ 19.10.2010

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Lange hat man nichts gehört. Doch nun, zwei Jahre nach der Verhandlung der 4. Kammer des Verwaltungsgerichts Würzburg im Rathaus der Gemeinde Nordheim/Rhön, wird wieder verhandelt im schlagzeilenträchtigen Rechtsstreit um den Bau eines Schweinemaststalls, den Landwirt Thorsten Hofmann am Ortsrand von Willmars in Sichtweite des jüdischen Friedhofs bei Neustädtles bauen will. Das Bauvorhaben gilt als knifflige und brisante Angelegenheit.

Künftig Brandschutzgutachten für Mastställe erforderlich 18.10.2010

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Künftig müssen alle Antragsteller von Tiermastställen im Emsland ein Brandschutzgutachten vorlegen. Dies teilte Landrat Hermann Bröring gestern mit. Hintergrund ist das Genehmigungsverfahren in Bockhorst, bei dem Einwender erstmals den Vorrang des Tierschutzes in Massentierhaltungsanlagen in einem Brandfall eingebracht haben. Nach umfassender Prüfung hat der Landkreis Emsland sich entschieden, von den Antragstellern ein umfassendes Brandschutzkonzept eines unabhängigen Sachverständigen hinsichtlich der allgemeinen Schutzziele nach der Niedersächsischen Bauordnung, aber insbesondere im Hinblick auf die Tierrettung, zu fordern, sagt Landrat Hermann Bröring.

„Die Argumente der Einwender werfen einen Zielkonflikt zwischen den Tierschutzbedingungen nach Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung und der Niedersächsischen Bauordnung auf. Wie dieser rechtliche Spannungsbogen gelöst werden soll, wird derzeit geprüft“, sagt Bröring. Es handele sich um eine Frage von grundsätzlicher Bedeutung, die nicht allein den Landkreis Emsland betreffe, sondern auch alle anderen Genehmigungsbehörden des Landes.

Tierschutzverein und Behörde greifen ein und retten 120 Schweine 18.10.2010

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Tierquälerei auf Schweinefarm

Eine Schweinerei im wahrsten Sinne des Wortes hat sich im Swakoptal auf dem Kleinsiedlungs-Plot 156 zugetragen. Über Monate siechten dort, von Milben befallen, 120 Schweine hungernd im eigenen Dreck vor sich hin. Jetzt reagierte die Behörde und ließ die völlig verwahrlosten Tiere entfernen.

Swakopmund – Ein nicht nur quälender, sondern auch ekelerregender Anblick bot sich am Freitag auf Plot 156 im Swakoptal. 120 ausgezehrte Schweine lagen mitunter kraftlos in ihrem eigenen Kot; das Fell schuppig weiß von Milben befallen, die aufgescheuerten Wunden mit Fliegen übersät. Einer der Eber hatte Schaum vorm Maul, weil er ununterbrochen auf einem alten Knochen kaute, die kleinen Ferkel leckten vor Hunger den von Exkrementen beschmierten Boden, ein anderes Tier wiederum hatte noch nicht mal mehr die Kraft aufzustehen, um das inzwischen vergammelte Gemüse im Trog zu fressen.

Glückliches Biotier???

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Alles Bio - alles gut! So lautet ein Glaubenssatz vieler Konsumenten in Deutschland. Sie wollen gesunde Produkte essen und dabei auch noch etwas Gutes für die Tiere tun. Der Film begibt sich auf eine Spurensuche mit provokanten Fragen: Was richten wir an, wenn wir etwa unser Fleisch vom Bio-Schlachter kaufen?

Brandschutz: Stopp für Mastanlagen? 18.10.2010

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Im Landkreis Emsland gibt es rund 30 Millionen Hähnchenmast-Plätze - und ständig werden neue Mastanlagen beantragt. Nur selten konnte die Genehmigungsbehörde die Expansionsfreude der Masttierhalter eindämmen. Waren alle gesetzlichen Auflagen erfüllt, durfte die Unterschrift nicht verweigert werden. Doch Ende vergangener Woche bremste der Landkreis die Masttierhalter aus: Wie NDR 1 Niedersachsen berichtete, brachten die Anwälte eines Anwohners bei einem Genehmigungsverfahren in Bockhorst erstmals den Vorrang des Tierschutzes in Massentierhaltungsanlagen in einem Brandfall als Einwand vor. Diese Begründung kam dem Landkreis vielleicht gerade recht - und könnte bundesweite Folgen für Massentierhalter haben: Im Emsland müssen künftig alle Antragsteller von großen Mastanlagen ein Brandschutz-Gutachten vorlegen, und dieses Vorgehen fordert nun auch die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) in Mecklenburg-Vorpommern.

Stadtrat hat schon einmal Mastbetrieb zugestimmt 18.10.2010

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Schmähingen Das schon jetzt umstrittene Projekt einer Hühnermastfarm in Schmähingen entwickelt sich offenbar zu einem heißen Eisen. Ursprünglich sollte in der heutigen Stadtratssitzung das Thema aufs Tapet kommen, nachdem sich der Bau-, Verwaltungs- und Umweltausschuss in seiner Sitzung vergangene Woche darauf verständigt hatte, die Diskussion bis zur Vollsitzung des Stadtrates zurückzustellen, um die rechtliche Klärung der Genehmigung durch Nicole Wetzel abzuwarten (RN berichteten).

Rechtsrätin der Stadt prüft noch

Landrat will trotz aller Proteste Schlachthof 16.10.2010

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Celle/Hannover (dpa/lni) - Allen Protesten zum Trotz hat sich Celles Landrat, Klaus Wiswe (CDU), für den Bau des geplanten Geflügelschlachthofs in Wietze ausgesprochen. Der Schlachthof sei die größte Betriebsansiedlung im Landkreis seit etwa 40 Jahren, sagte der CDU-Politiker der «Hannoverschen Allgemeinen Zeitung». Der Arbeitsmarkt sei seit Jahren davon geprägt, dass nicht genügend Jobs vorhanden seien. «Wir werden mehr Steuern einnehmen. Das ist wichtig angesichts der Defizite in den öffentlichen Haushalten.» Argumente der Gegner hält er für falsch und wirft ihnen vor Wietze zu einem «bundesweitem Symbol gegen die Massentierhaltung» hochstilisiert» zu haben.

Bedrohung für die Bauern - Land plant Konzentrationszonen für Mastställe 16.10.2010

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Kreis Warendorf - Zurück zur bäuerlichen Landwirtschaft. Das war Thema der Grünen im zurückliegenden Landtagswahlkampf. Jetzt will die rot-grüne Landesregierung „Konzentrationszonen für Mastställe“ einführen. Entsprechende Pläne hat NRW-Agrarminister Johannes Remmel vorgestellt. Dagegen macht die FDP mobil.

Der Kreisvorstand der Liberalen traf sich zum Gespräch mit Kreislandwirt Karl Werring, sowie dem Kammergeschäftsführer Ulrich Bultmann in der Kreisstelle in Warendorf.

Gigantische Hähnchenmast beantragt 15.10.2010

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Dem Bau-, Verwaltungs- und Umweltausschuss des Nördlinger Stadtrates lag in seiner jüngsten Sitzung ein Bauantrag für eine Hähnchen-Mastanlage im Ortsteil Schmähingen vor. Zwei lang gezogene Gebäude im Ort sollen Platz für 84.900 Tiere bieten. Von der Biogasanlage soll für die Heizung eine Gasleitung zum Stall führen, die zum Teil dem Verlauf der Straße in Richtung Niederaltheim folgt.

Welternährungstag: Industrielle Fleischproduktion ist Ursache des Hungers in der Welt 14.10.2010

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Warum verhungern täglich 100.000 Menschen?

Fast eine Milliarde Menschen leiden unter Hunger und Unterernährung. Alle dreieinhalb Sekunden verhungert ein Mensch oder stirbt an Krankheiten, die für normal Ernährte harmlos sind. Die heutige Pflanzenproduktion würde nicht nur für sieben Milliarden ausreichen, sondern sogar für etwa zwölf Milliarden. „Wir haben es mit einem unheilvollen Verteilungsproblem zu tun“, meint Ingrid Wendt von der Arbeitsgemeinschaft für artgerechte Nutztierhaltung e.V. (AGfaN) und weist darauf hin, dass die landwirtschaftlichen Nutztiere zu direkten Nahrungskonkurrenten des Menschen gemacht wurden. „Der Hunger kann nur besiegt werden, wenn die pflanzlichen Grundnahrungsmittel direkt der menschlichen Ernährung zugeführt werden, statt sie verlustreich über Tiermägen zu vergeuden“ ergänzt Wendt.

Zum Welternährungstag am 16.10.: Eigenen Beitrag zur Hungerbekämpfung leisten 14.10.2010

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Angesichts 925 Millionen hungernder Menschen ruft die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt zum Welternährungstag am 16.10.2010 dazu auf, durch einen reduzierten Fleischkonsum einen Beitrag gegen die Nahrungsmittelknappheit zu leisten.

80% der weltweiten Sojaernte und mehr als ein Drittel der weltweiten Getreideernte werden als Viehfutter verwendet. Dabei entstehen sogenannte Veredelungsverluste: Durchschnittlich 7kg Futter werden benötigt, um 1kg Fleisch zu produzieren.

"Die Fleischindustrie behauptet, Eiweiß zu produzieren, doch in Wahrheit vernichtet sie riesige Mengen an hochwertigen, pflanzlichen Proteinen", erläutert Wolfgang Schindler, Präsident der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt. Auch wenn das Thema Hunger sehr komplex ist, können Menschen in reichen Ländern einen einfachen und wichtigen Beitrag gegen die Nahrungsmittelknappheit leisten, indem sie weniger oder besser gar kein Fleisch essen.

Bauern sind die neuen Ölscheichs 12.10.2010

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beverstedt. Beim Förderverein des Beverstedter Regio-Marktes berichtete Dr. Franz Alt über die Zukunft der Landwirtschaft, den Klimawandel und der Energiepolitik. Gleichzeitig erklärte er zur Tiefpreispolitik: „Wir als Verbraucher sind für die Massentierhaltung verantwortlich.“

Der Fernsehjournalist und Buchautor sieht die Landwirte als „Ölscheichs der Zukunft“. Dazu müssen sie sich nur umstellen. Der Baden-Badener forderte während seines Vortrags die „Agrarwende, und zwar jetzt“.

Er ist mit dem Zug gefahren. Umweltschonend und klimaschützend. Anders als sein Gegenstück Al Gore, Klimaaktivist aus den USA, der mit Flugzeugen über die Arktis fliegt und dabei die Zerstörung durch Kraftstoffverbrennung zeigen will.

Hähnchen vom Band 10.10.2010

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Der Marktführer für Hühnerfleisch "Emsland Frischgeflügel" will bei Celle Europas größten Schlachthof bauen. Kritiker halten die Fleischfabrik für unethisch. Anlieger sorgen sich um den Lärm durch Lastwagen. Es sollen aber auch bis zu 1000 Arbeitsplätze entstehen.

....... „Die Investitionsentscheidung“, so ein Firmensprecher, „fußt auf Marktprognosen, die von einem weiter wachsenden Bedarf an Hähnchenfleisch ausgehen“. Das Gewerbeaufsichtsamt hat den Plan bewilligt: „Genehmigt werden zwei Schlachtlinien mit einer Gesamtkapazität von 2,592 Millionen Hähnchen wöchentlich“, teilt die Behörde trocken mit.

Kommentar: "Es sollen bis zu 1000 Arbeitsplätze geschaffen werden"
Erstens sind es erst mal 250 Arbeitsplätze, erst wenn zig Mästställe die Zufuhr zum MEGASchlachthof garantieren, werden es mehr Arbeitsplätze!
Aber jetzt mal ehrlich, was für ein Traumjob, wer soll ihn machen???

„Experte sagt Zusammenbruch des Hähnchenmarkts voraus“ 10.10.2010

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Meppen. Der Regionalverband Emsland/Grafschaft Bentheim des Naturschutzbundes warnt bereits aktive und auch potenzielle Investoren für Hähnchenmastanlagen vor großen Risiken.

Der NABU verweist auf eine Marktanalyse des Geflügelmarkt-Experten Professor Hans-Wilhelm Windhorst, in der er den bevorstehenden Zusammenbruch des Hähnchenmarktes voraussage. Der „agrarindustrienahe“ ehemalige Leiter des ISPA-Instituts an der Universität Vechta hatte seine Warnung vor ruinösen Überkapazitäten in der Fachzeitschrift „DGS Magazin“ veröffentlicht, „dem offiziellen Organ des Zentralverbandes der Deutschen Geflügelwirtschaft.“

Konsum und Klimawandel: Fleischkonsum 10.10.2010

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10.10.2010: Anlässlich der Klimaaktionswochen der GRÜNEN JUGEND, wenden sich Julia Grauvogel und Louisa Firnenburg einem Thema zu, welches uns alle betrifft: den persönlichen Konsum.

(Massen-)Tierhaltung führt zu einer ungeheuren Belastung der Erde durch Treibhausgasemissionen. Eine Studie der FAO aus dem Jahr 2006 kam zu dem Ergebnis, dass Massentierhaltung für ungefähr 18 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich ist. Gerade hat das unabhängige US World Watch Institut seine Berechnungen veröffentlicht, denen Zufolge Fleischkonsum und –Produktion fast die Hälfte der globalen Treibhausgasemissionen verursacht (zu einem ähnlichen Ergebnis kamen 2009 auch zwei Wissenschaftler der Weltbank).

Auf Kosten der Tiere 08.10.2010

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Fleisch ist so billig wie nie – dank Massentierhaltung. Für die Tiere ist ein solches Leben eine Qual.

Zeitweise drängen sich in den Ställen auf einem Quadratmeter 25 Hühner. Damit die Tiere schneller wachsen, verwenden die Betriebe spezielle Züchtungen. Innerhalb von 28 Tagen reift ein Küken heute heran, dabei legt es vor allem Masse zu. Knochen und Muskeln wachsen bei dem Tempo jedoch nicht ausreichend mit. Viele Tiere leiden an Herz-Kreislaufproblemen, brechen sich die Beine oder haben Verwachsungen.

Bürger wollen Mastanlage in Lunestedt verhindern 08.10.2010

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In Lunestedt im (Kreis Cuxhaven) gibt es Protest gegen eine geplante Hähnchenmastanlage. Eine Bürgerinitiative will die Pläne eines Landwirts stoppen. Sie befürchtet Gestank, Lärm und Gesundheitsgefährdung durch Massentierhaltung.

Man wolle keine Menschen persönlich angreifen, stellte die Moderatorin einer Informationsveranstaltung klar. Allerdings sind viele Lunestedter besorgt, was mit den Hühnermastställen für 160.000 Tiere auf sie zukommt. Ein Bauantrag an den Landkreis Cuxhaven sei noch nicht gestellt, sagte Beverstedts Samtgemeindebürgermeister Ulf Voigts (parteilos). Er bedauerte, dass der betroffene Landwirt die Einladung zum Infoabend abgelehnt hatte.

Vier EU Staaten fordern die Verlängerung von Käfighaltung 08.10.2010

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Vier Mitgliedstaaten der EU haben angekündigt, dass sie den Ausstieg aus der Käfighaltung von Legehennen nicht rechtzeitig umsetzen werden. Die EU-Kommission will aber am Zeitplan festhalten.

Spanien, Frankreich, Italien und auch Polen haben Anfang Oktober der EU-Kommission mitgeteilt, dass sie die Frist zur Umstellung am 1. Januar 2012 nicht einhalten können. So werden laut Experten 20 bis 25 Prozent der französischen Produzenten den Ausstieg noch nicht bis 2012 umgesetzt haben, schreibt agrarzeitung.de. Spanien kündigte an, dass es bis zu vier Jahre dauern wird, die geforderten Auflagen zu erfüllen. Italien und Polen nannten zwar keine Zahlen, machten aber deutlich, dass sie die Frist ebenfalls nicht einhalten könnten. Polen fordert eine Fristverlängerung von 2012 auf 2017. Ansonsten sei die Existenzgrundlage der polnischen Geflügel- und Eierproduzenten gefährdet.

Freiwillige Vereinbarungen in der Putenmast weiterentwickeln 08.10.2010

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HANNOVER/LÜBECK (agrar-PR) - Am Rande der Agrarministerkonferenz in Lübeck forderte die niedersächsische Landwirtschaftsministerin Astrid Grotelüschen die deutsche Geflügelwirtschaft auf, die freiwilligen Vereinbarungen im Bereich der Putenmast weiter zu entwickeln. Hier gelte es neuere wissenschaftliche Erkenntnisse in die Gestaltung der Tierhaltungen und deren  Management einzubeziehen.
Handlungsbedarf sieht die Ministerin aus dem geflügelreichsten Bundesland z. B. im Bereich bei der Einstreu, der Möglichkeit zur Beschäftigung der Tiere aber auch beim Lichtmanagement und den Lüftungssystemen.

Kommentar: Das klingt nach Volksverdummung! Alle wissen um die Verstrickung von Frau Grotelüschen in Putenskandale, Tierquälerei, Profit und Politik. Die Bevölkerung will Frau Grotelüschen ihres Amtes enthoben sehen, trotzdem macht sie munter weiter. Sie denkt wenn die kranken Puten etwas mehr Einstreu bekommen geht es ihnen besser und sie leiden nicht so unter ihrem Gewicht und den Fußentzündungen (Gelächter) Und der Hohn daran ist das Wort FREIWILLIG. Freiwillig wird nie ein Putenmäster auch nur einen Euro mehr für das Wohl der Puten investieren.
Also kann sich Frau Grotelüschen ihre Ausagen, das sie nur das Beste für die gequälten und geschunden Puten will sparen!!!

VIER PFOTEN fordert Landwirte zum Protest gegen die Hähnchenmafia auf 07.10.2010

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Hamburg (ots) - VIER PFOTEN sieht sich in seinem Protest gegen den Bau des Mega-Schlachthofs in Wietze (bei Celle) und der damit verbundenen Ausweitung der industriellen Masthühnerhaltung bestätigt. Der agrarindustrienahe Geflügelmarkt-Experte Prof. Hans-Wilhelm Windhorst, ehemaliger Leiter des ISPA-Instituts an der Universität Vechta, veröffentlichte seine Warnungen jetzt in der Fachzeitschrift "DGS Magazin" (Ausgabe 35/2010), dem offiziellen Organ des Zentralverbandes der Deutschen Geflügelwirtschaft.

Windhorst warnt vor ruinösen Überkapazitäten im Falle einer massiven Erweiterung der Schlachtkapazitäten in der Hähnchenbranche. Probleme sieht der Experte vor allem beim Schlachthof-Neubau des Rothkötter-Konzerns in Wietze und - als Reaktion darauf - auch in der Erweiterung der Schlachtkapazitäten bei dessen Konkurrenten Wiesenhof, Sprehe, Stolle und Friki. In Folge der Überschüsse werde es zu einer Reduzierung der Kapazität kommen oder auch zu einem Zusammenbruch ganzer Produktionsketten. Windhorst prophezeit ernsthafte Liquiditätsprobleme für die Landwirte und warnt ausdrücklich vor dem Ausscheiden einer nicht unbeträchtlichen Zahl von Vertragsmästern, wenn der Konzern die Kapazität wieder zurückfährt und Verträge gekündigt werden. Der deutsche Markt für Masthühner ist laut Windhorst mit einem Selbstversorgungsgrad von 105,3 Prozent mehr als gesättigt, und auch der Binnenmarkt der EU ist bereits überversorgt. Das Krankheits- und Seuchenrisiko werde sich verschärfen, ebenso das Problem der umweltverträglichen Verwertung der tierischen Exkremente.

Telliner Schweinekram 07.10.2010

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Nach Genehmigung einer riesigen Tierfabrik hält der Widerstand an

Die Genehmigung für die größte Schweinezuchtanlage Mecklenburg-Vorpommerns, die in Alt Tellin gebaut werden soll, ist auf unterschiedliche Reaktionen gestoßen. Noch ist das letzte Wort nicht gesprochen.

Jörg Kröger klingt verbittert. »Solange wir uns nicht wundern«, erklärt er, »warum 20 Jahre ›Vorfahrt für die Landwirtschaft‹ für uns Arbeitslosigkeit und sterbende Dörfer bedeuten, so lange wird sich auch die Politik nicht ändern.« Kröger, der vor einigen Jahren das Gutshaus Wietzow im Landkreis Demmin (Mecklenburg-Vorpommern) erworben und ausgebaut hat und dort nun Touristen beherbergt, hat gerade eine schwere Niederlage erlitten. Seit vier Jahren kämpfte er mit vielen anderen gegen die Errichtung einer riesigen Ferkelzuchtanlage in Alt Tellin, wenige Kilometer von seinem Haus entfernt. Und nun ist die Anlage genehmigt. Die Entscheidung wurde am Dienstagabend vor Ort bekannt – und wird seit Mittwoch im Nordosten breit debattiert.

Kommentar: Die Bürger sind entschieden gegen den Bau weiterer Massentierfabriken.
Es ist unsere ethische Pflicht diese Tierquälerei und Zerstörung der Natur und Umwelt zu verhindern. Der Fleischbedarf in Deutschland ist längst gedeckt und jede Woche besinnen sich mehr und mehr Menschen auf eine tierfreundliche und gesunde Ernährung OHNE Fleisch!!!
Hört endlich auf diese Megaanlagen mit unseren Steuergeldern zu subventionieren, ich bin Tierschützer und für Tierquälerei will ich keinen Cent von meinem schwerverdienten Geld ausgeben!
Ihr kurzsichtigen und untätigen Politiker in der CDU und FDP, ihr werdet die Quittung bei der nächsten Wahl bekommen, Eure Umfragewerte sind seit dem Grotelüschenskandal eh im Keller!!!

Fabrik für eine Million Hühner 06.10.2010

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An der deutschen Grenze soll die bislang größte Zuchtanlage inklusive Schlachthof und Biogasanlage gebaut werden. Die Investoren nennen das Projekt tierfreundlich.

Niederländische Investoren haben trotz Protesten von Tierschützern einen Bauantrag für einen landwirtschaftlichen "Megabetrieb" an der Grenze zu Deutschland gestellt. An dem geplanten Standort in der Gemeinde Horst aan de Maas nahe der Stadt Venlo sollten sowohl rund eine Million Masthühner als auch 30.000 Schweine gehalten werden, sagte Projektleiter Ruud Pothoven vom Planungsbüro Knowhouse der taz. Der Komplex werde auch über einen eigenen Schlachthof für die Hühner und eine Biogasanlage verfügen, die mit den Exkrementen der Tiere Strom produzieren soll. Das Fleisch werde auch nach Deutschland verkauft werden.

Fraktion DIE LINKE: Schweinzuchtanlage in Alt Tellin ist falsche Weichenstellung 06.10.2010

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Schwerin/MVticker. Mit Enttäuschung und großem Unverständnis hat die Linksfraktion die Genehmigung des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt in Neubrandenburg für die umstrittene Schweinezuchtanlage in Alt Tellin im Landkreis Demmin zur Kenntnis genommen.
 
„Diese völlig überdimensionierte Anlage widerspricht den modernen Anforderungen an Umwelt- und Tierschutz und fügt der nachhaltigen Entwicklung im ländlichen Raum einen schweren Schaden zu“, erklärte der agrarpolitische Sprecher der Linksfraktion, Prof. Dr. Fritz Tack, am Mittwoch. Die Entscheidung für diese riesige Anlage sei eine falsche politische Weichenstellung und stehe im Widerspruch zu einer nachhaltigen Agrarproduktion, regionalen Wirtschaftskreisläufen, zur Erhöhung der Wertschöpfung im ländlichen Raum. „Auch wir treten für eine Erhöhung der Tierbestände ein, dies muss aber umwelt- und tiergerecht erfolgen, und die Anlagen müssen sich in das regionale Umfeld einordnen lassen“, betonte Tack. 

Grüne attackieren Regierung: McAllister ideenlos 06.10.2010

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Hannover (dpa/lni) - Die Grünen im niedersächsischen Landtag haben Ministerpräsident David McAllister (CDU) nach 100 Tagen im Amt Ideenlosigkeit vorgeworfen. McAllister sei nur der Vorsitzende einer Übergangsregierung. Er verwalte den Posten bis eine neue Regierung gewählt werde, sagte Grünen-Fraktionschef Stefan Wenzel am Mittwoch im Landtag in Hannover. Er kritisierte auch die Bildungs- und Atompolitik der Landesregierung und Agrarministerin Astrid Grotelüschen (CDU), die im Zentrum der Kritik von Tierschützern steht. Wegen lauter Zwischenrufe von Abgeordneten musste die aktuelle Stunde im Landtag mehrmals kurz unterbrochen werden.

Grüne: „Sauerei statt Regionalentwicklung in Alt Tellin“ 06.2010

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Neubrandenburg/MVticker. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sind entsetzt über die Genehmigung der Massentierhaltungsanlage in Alt Tellin. „Dies ist der falsche Weg. Mit dieser Sauerei im Großformat verbauen wir uns Chancen für die Zukunft. Wir müssen bei der Regionalentwicklung auf Lebensqualität und touristische Attraktivität setzen statt auf Massentierhaltung.
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