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Tierquälerische Haltung und Antibiotikaeinsatz als Zeichen einer verfehlten Landwirtschaft 19.11.2010

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(ddp direct) Noch bis 19.11.2010 findet in Hannover die EuroTier statt, wo moderne Aufstallungssysteme gezeigt werden, die allesamt mit einer bäuerlichen Landwirtschaft nichts mehr zu tun haben. Auch der Einsatz von Antibiotika ist ein großes Thema auf der Messe und wird heftig diskutiert. Der Deutsche Tierschutzbund fordert einen grundsätzlichen Kurswechsel in der Landwirtschaft.

Neumark: 120 Schweine pro Kopf 19.11.2010

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Neumark ist nicht Stuttgart. Auch wenn die Kleinstadt geteilt ist in Gegner und Befürworter der erweiterten Schweinemast, so ist der Wunsch nach friedlicher Koexistenz groß. Man wird weiterhin sein Auskommen miteinander haben müssen.
Neumark. Ängste, die mit dem Ausbau der Schweinemastanlage der Firma van Asten verbunden sind, scheinen aber in einem offenen Brief auf. Die Autoren, die der TLZ bekannt sind, bitten darum, nicht namentlich genannt zu werden.

ÖDP fordert breite Diskussion über Antibiotika in der Landwirtschaft 19.11.2010

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Jürgens mahnt Transparenz und Verantwortung an

(Berlin, 19.11.2010) „Der Einsatz von Antibiotika ist nur die Spitze des Eisbergs einer menschen- und tierunwürdigen Landwirtschaft. So wird ein System stabilisiert, das aus vielen Gründen umwelt- und gesundheitsschädlich ist“, sagt Uta Maria Jürgens, Vorsitzende des Arbeitskreises Landwirtschaft in der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP).

Ministerium macht Schnabel auf 19.11.2010

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Das niedersächsische Landwirtschaftsministerium hat eingestanden, dass es Missstände in Geflügel-Mastbetrieben gibt. Es will jetzt Leitlinien zum Tierschutz entwickeln - zusammen mit der Industrie.

Der Raum ist eng. Die Puten stehen in Massen in großen Ställen auf wenig Platz so dicht beieinander, dass ihnen der Schnabel abgeschnitten wurde, damit sie sich gegenseitig nicht anpicken. Manche von ihnen sind zu fett für ihre eigenen Organe, leiden unter Herz-Kreislauf-Problemen. Andere haben entzündete Fußballen, weil der Einstreu auf dem Boden zu billig war.

Geflügellobby braucht Gegendruck 19.11.2010

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KOMMENTAR VON DANIEL KUMMETZ

Es ist bezeichnend, dass so etwas eine kleine Kehrtwende und damit eine Nachricht ist: Ein Ministerium erkennt die Realität an. Denn nichts anderes ist das Eingeständnis, dass es Missstände in den Mastbetrieben gibt. Niedersachsen ist kein Tierschutz-Musterland. Auf welche Weise dort und anderswo Geflügel gezüchtet wird, ist ein Problem.

Wieder Gans-Ramsch-Aktion bei Metro 19.11.2010

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(ddp direct) Der Deutsche Tierschutzbund hat zu St. Martin und den damit verbundenen Traditionen davor gewarnt, Gänse aus Intensivtierhaltung zu kaufen. Nun bieten die Verantwortlichen der Metro Cash and Carry Deutschland GmbH wieder einmal ein fragwürdiges Lockangebot: eine kostenlose Gans bei entsprechendem Umsatz. Der Deutsche Tierschutzbund lehnt solche Marketingaktionen ab und bittet die Verbraucher, das „Geschenk" nicht anzunehmen.

Land steuert bei Geflügelmast um - neue Regeln 19.11.2010

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Hannover - „Es gibt keine Tierschutz-Probleme in Geflügelmastbetrieben in Niedersachsen.“ Gebetsmühlenartig wiederholte Agrarministerin Grotelüschen dies in den vergangenen Monaten ob der zunehmenden Kritik. Nun startet das Land auf einmal eine Tierschutz-Offensive.

Puten leiden unter Herz-Kreislauf-Störungen, Hühner-Füße sind wegen des durchnässten Einstreus häufig entzündet und Enten durchleiden die schmerzhafte Prozedur das Schnabelkürzens. Wegen dieser und weiterer Missstände in niedersächsischen Mastbetrieben plant das Agrarministerium nun eine Tierschutz-Offensive.

Landwirtschaftsministerium kündigt schärfe Leitlinien für Massentierhaltung an 19.11.2010

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Das niedersächsische Landwirtschaftsministerium will mit neuen Leitlinien für die Geflügelhaltung dem Tierschutz mehr Geltung verschaffen. 'Der Tierschutz hat in den letzten Jahren einen höheren Stellenwert bekommen und wir wollen dieser Entwicklung Rechnung tragen', sagte Ministeriumssprecher Gert Hahne am Freitag in Hannover.

Neue Tierschutz-Offensive der Landesregierung 19.11.2010

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Hühner-Füße sind wegen des durchnässten Einstreus häufig entzündet und Enten durchleiden die schmerzhafte Prozedur des Schnabelkürzens. Wegen dieser und weiterer Missstände in niedersächsischen Mastbetrieben plant das Agrarministerium nun eine Tierschutz-Offensive. Die Kritik wächst und wächst und hat jetzt offenbar auch die Landesregierung zum Umdenken gebracht.

AbL kritisiert Verbraucherbeschimpfung durch Geflügelverband 18.11.2010

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Hamm - Anläßlich des „Geflügeltags“ bei der „Eurotier“ hat die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) den Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) davor gewarnt, sich angesichts der breiten Ablehnung agrarindustrieller Haltungsbedingungen in der Geflügelmast weiter in eine gesellschaftliche Isolierung und trotzige Polemik zu flüchten.

Bundesregierung verhindert wirksame Kontrolle des Antibiotika-Einsatzes in der Massentierhaltung 18.11.2010

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Hamburg (ots) - Das Bundeslandwirtschaftsministerium lässt trotz heftiger Kritik von Opposition und Datenschützern unkontrollierten Medikamenteneinsatz in der Massentierhaltung zu. Die stellvertretende Grünen-Bundestagsfraktionsvorsitzende Bärbel Höhn spricht im Radioprogramm bei NDR Info von einem Skandal. Datenschützer bezeichnen die Begründung für zahlreiche Ausnahmen in der entsprechenden Bundesverordnung als nicht einleuchtend und unverhältnismäßig. Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz, Peter Schaar, will nun die rechtlichen Grundlagen prüfen. Das Ministerium hatte NDR Info mitgeteilt, dass der Datenschutz Grund für die Ausnahmen bei der Medikamentenkontrolle sei. Zu starker Einsatz von Antibiotika kann bei Menschen dazu führen, dass sich resistente Stämme bilden, die Mittel also im Falle einer Krankheit nicht mehr wirken. Nach Angaben des bundeseigenen Robert-Koch-Instituts in Berlin sterben jährlich mehr als 15.000 Menschen in Deutschland an multiresistenten Keimen.

Ministerium räumt gravierende Mängel bei Geflügelmast ein 18.11.2010

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Das niedersächsische Agrarministerium hat erstmals gravierende Mängel in der Massentierhaltung eingeräumt. Jetzt fordert Niedersachsen Reformen in der Geflügelmast und spricht sich für eine Tierschutz-Offensive aus

Bei der Mast von Hähnchen, Puten und bei Legehennen sollten die Bestimmungen verändert werden, sagte Staatssekretär Friedrich-Otto Ripke in einer internen Sitzung des Landtags-Fachausschusses. Viele bundes- oder EU-weite Vorschriften seien auch im Hinblick auf Tiergesundheit und Tierschutz „kritisch zu bewerten“.

"Fleischlobby spannt Regierung vor ihren Karren" 18.11.2010

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Grünen-Fraktionsvize kritisiert neue Verordnung zur Kontrolle der Antibiotika-Nutzung – Geflügelwirtschaft weist Lobby-Vorwurf zurück

Von Christian Kerl, Jens Radulovic und unseren Agenturen

Das Bundeslandwirtschaftsministerium lässt den Einsatz von Medikamenten in der Massentierhaltung nicht wirksam kontrollieren. Grund sind datenschutzrechtliche Bedenken.

Eigentlich sollte in einer neuen Datenbank vom nächsten Jahr an kontrolliert werden, zu welchem Tierarzt wie viele Antibiotika geliefert werden, unter anderem durch eine Angabe der Postleitzahl des verordnenden Veterinärs. Die entsprechende Bundesverordnung sieht jetzt allerdings nur noch die Erfassung der ersten beiden Postleitzahl-Ziffern vor. Der Geflügel-Bereich ist von Kontrollen vollständig ausgenommen.

Mangelnde Kontrolle - Tierzucht lückenhaft überwacht

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Viele Bakterienstämme haben dazu gelernt: Gegen gängige Antibiotika sind sie resistent geworden. Ein wichtiger Grund dafür ist der vorbeugende Einsatz von Antibiotika in der Massentierhaltung.

Die EU wagt sich an ein Tabu: Agrarpolitik für die Gesellschaft statt für die Landwirte. 18.11.2010

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Bauernfunktionäre, Wachstumsbauern, Großagrarier und Agrarpolitiker vom alten Schlag waren vorgewarnt: Ein auch von der Bundesregierung brav getrommeltes „Weiter so“ in der europäischen Agrarpolitik wird es mit EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos nicht geben. Ciolos knackt ein Tabu: Agrarpolitik soll nicht allein eine Politik für die Bauern, ja nicht einmal allein für den ländlichen Raum sein. Sondern eine Politik für die Gesellschaft. Hinter seiner Ankündigung, „umweltfreundlichere“ Landwirtschaftspolitik initiieren zu wollen, steckt mehr als nur ein grüner Anstrich einer ansonsten unveränderten Verteilung der Agrar-Milliarden.

Agrarreform für nachhaltige Landwirtschaft gefordert 18.11.2010

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Blindheim Natur - Umwelt - Landwirtschaft, drei Begriffe, die im praxisnahen Allgemeinverständnis nicht gerade als kontraproduktiv diskutiert werden. Ein großer Irrtum, wie Professor Dr. Hubert Weiger, Bundes- und Landesvorsitzender des Bund Naturschutz, in seinem ausführlichen Vortrag zum Thema „Die Landwirtschaft im Jahre 2013“ in Blindheim vor zahlreichen Besuchern ausführte. Bei der Veranstaltung brodelte es - besonders nach den Ausführungen von BBV-Kreisobmann Hermann Kästle

Tierfreunde über geplante Hähnchenmast entsetzt 18.11.2010

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Nördlingen Der zunehmende Bau von Massentierhaltungen sei eine aus Tierschutzsicht besorgniserregende Entwicklung, sagte der Vorsitzende des Nördlinger Tierschutzvereins, Dr. Wulf-Dietrich Kavasch, in der jüngsten Jahresversammlung. Breiten Raum nahm deshalb die Diskussion zur geplanten Hähnchenmastanlage in Schmähingen ein, die viele Tierfreunde schockiere und entsetze.

Grotelüschen: Vielfalt erhalten 18.11.2010

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Nienburg - LANDESBERGEN (sl) · „Die Einflussnahme von Gesellschaft und Politik auf die Landwirtschaft wird immer größer“, stellte Dr. Hans-Christian Hanisch, Vorsitzender des Landvolks Mittelweser, bei der gestrigen Kreisverbandsversammlung in Landesbergen fest. Er spielte damit unter anderen auf die EU-Verordnungen und zahlreiche Demonstrationen gegen moderne Stallanlagen an.

„Wir müssen zustimmen“ 18.11.2010

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Velen (git). Bei einer Gegenstimme (Franz Schlüter, Bündnis 90/Die Grünen) hat der Planungsausschuss das „OK“ der Gemeinde zum Bau eines Hühneraufzuchtstalls am Borkener Damm 44 gegeben. Dort sollen 25.000 Junghennen nach dem „Volieren-Aufzuchtsystem“ gehalten werden. Genau daran entzündete sich die Diskussion.

Seebecker Schweinemast wird angeblich nicht wie geplant erweitert 18.11.2010

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SEEBECK - Der dänische Landwirt Mogens Nielsen will nun offenbar doch keine neuen Ställe für die Schweinemast in Seebeck bauen. Das sagt zumindest Hans-Jürgen Töpfer, der ehemalige Bürgermeister und ehemalige LPG-Chef des Ortes. Mogens Nielsen selbst war gestern nicht erreichbar.

Planungen aus dem Jahr 2008 hatten bisher vorgesehen, zwei neue Ställe zu bauen. Statt derzeit knapp 600 Sauen sollten dann ständig mehr als 3600 Schweine zugleich in Seebeck gemästet werden – rund 12 000 Tiere im Jahr (die MAZ berichtete).

14,6 Millionen Schweine geschlachtet - TRAURIGER Rekord 16.11.2010

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WIESBADEN. 

In Deutschland sind zwischen Juli und September so viele Schweine geschlachtet worden wir noch nie zuvor. Mehr als 14,6 Millionen Tiere kamen unters Messer. Das sind 774 400 Schweine mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres und 60.000 mehr als im bisherigen Rekord-Quartal von Oktober bis Dezember 2009. Das teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mit. Hauptgrund für die steigende Beliebtheit des Schweinefleischs sei der günstige Preis, meinte eine Sprecherin des Amtes.

Die Zahl der in deutschen Schlachthäusern getöteten Schweine steigt seit Jahren kontinuierlich. Im Jahr 2000 landeten noch gut 43 Millionen Borstentiere auf der Schlachtbank, 2009 waren es schon mehr als 56 Millionen. Bei Schafen, Rindern und Kälbern sind die Zahlen über die vergangenen zehn Jahre dagegen stabil oder gehen sogar leicht zurück.

Den größten prozentualen Anstieg gibt es beim Geflügel: Seit 2000 hat sich die Menge der geschlachteten Hühner, Enten, Truthähne und Gänse beinahe verdoppelt. Im dritten Quartal 2010 waren es 342.000 Tonnen Federvieh - 3,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Bei allen Schlachtungen im dritten Quartal 2010 wurden knapp zwei Millionen Tonnen Fleisch hergestellt - rund zwei Drittel davon sind Schweinefleisch. Das ist ein Gesamtzuwachs von gut 80.000 Tonnen oder 4,2 Prozent.

AbL: EuroTier - Spiegel agrarindustrieller Dominanz über Bauernhöfe 16.11.2010

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Hamm - Anläßlich der Eröffnung der Ausstellung „Eurotier 2010“ hat die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) allen landwirtschaftlichen Besuchern einen erfolgreichen und aufschlussreichen Aufenthalt auf dem Messegelände gewünscht.

Dazu gehörten sowohl Informationen über das Angebot an Futtermitteln, Geräten und Anlagen als auch die Erkenntnis, in welchem Ausmaß große agrarindustrielle Konzerne bereits die Geflügel- und Schweinehaltung dominierten

Diskurs zur Geflügelwirtschaft: Positionsbestimmung zur deutschen Geflügelhaltung 15.11.2010

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Da wird der tierlieben Geflügelwirtschaft UNTERSTELLT, das sie die Tierschutzgesetze nicht einhalten und die Tiere mit Antibiotika füttern, UNERHÖRT!
Dabei lieben sie jedes einzelne Huhn, bei dem sie die empfindliche Schnabelspitze ohne Betäubung abknipsen, das sie überzüchten, so das sie nach vier Wochen Mast kaum noch stehen und gehen können, das sie in dunkle Hallen sperren, umbringen und jedes einzelne Hahnenküken, das sie vergasen....

Deutscher Tierschutzbund fordert ein baldiges Ende der betäubungslosen Ferkelkastration 15.11.2010

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(ddp direct) Der Deutsche Tierschutzbund begrüßt die Ergebnisse des Expertenworkshops „Verzicht auf Ferkelkastration - Stand und Perspektiven" in Berlin, zu dem das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und QS eingeladen haben. Im Rahmen des Workshops erneuerte der Deutsche Tierschutzbund seine Forderung nach einem baldigen Ende der betäubungslosen Ferkelkastration. Alternativen sind längst vorhanden. Die entsprechende Änderung des Tierschutzgesetzes ist sowohl aus Tierschutzgründen als auch aus tierärztlicher Sicht längst überfällig.

Tierschützer kritisieren Tötung von Geflügel 15.11.2010

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Tierschützer haben die Tötung von 17.000 Enten und Gänsen im Kreis Parchim in Mecklenburg-Vorpommern kritisiert. Das Geflügel war von Vogelgrippe-Viren vom Typ H5N2 befallen, der für Menschen ungefährlich sein soll. Der Kreis Parchim hatte nach Beratung mit dem Agrarministerium die Tötung angeordnet. Die Arbeitsgemeinschaft für artgerechte Nutztierhaltung in Niedersachsen kritisierte am Sonntag, die Tiere seien mit einem ungefährlichen Virus infiziert, eine Tötung sei unnötig.
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